Quilts sind gesteppte Decken oder Wandbehänge, die aus drei Stofflagen
bestehen: Aus einer Oberseite (Schauseite) einem Futter (Kunstfaservlies,
Baumwolle oder Wolle) und einem Unterstoff (Rückseite). Diese drei
Lagen werden durch einfache Steppstiche, d.h. Quiltstiche, miteinander
verbunden. Die Oberfläche kann ein einfarbiger Stoff, eine Patchworkarbeit
oder eine Applikation sein.
Patchwork und Applikationen, wie auch das Quilten sind textile Techniken,
denen man in fast allen Kulturen der Welt begegnet. Die Tradition der
Quilts ist uns besonders durch die amerikanischen Siedlerfrauen des 19.
Jahrhunderts bekannt, die "Flickendecken" aus materieller Not
als wärmende Decken herstellten.
Aus der Notwendigkeit eines Gebrauchsgegenstandes entwickelten sich im
Laufe der letzten 200 Jahre Quiltarbeiten, die nicht mehr funktionellen,
sondern dekorativen Charakter haben. Stoffe werden bewußt zerschnitten
und wieder zusammengesetzt. Quiltstiche werden in die Komposition miteinbezogen;
durch das Absteppen können z.B. Licht und Schatteneffekte oder besondere
Oberflächenstrukturen erzielt werden.
Quilts gelten heute als begehrte Kunstobjekte.
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